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Eine kleine Hommage an das Mazedonische Fastfood

Eine kleine Hommage an das mazedonische Fastfood! Mazedonien gehört zu den wenigen Ländern der Welt, wo man keine Filiale des bekannten Schnellimbiss-Restaurant McDonald’s findet.

Das war bis vor einiger Zeit noch anders, allerdings war auch damals das Angebot an Restaurants im Land eher Dünn und meist nur auf die Hauptstadt Skopje beschränkt.

So ist es auch aktuell, namhafte Fastfood Franchises findet man in Mazedonien kaum – die einzigen Ausnahmen, Kentucky Fried Chicken, zugleich auch der letzte „Neuzugang“ und Burger King.

Amerikanisches Fastfood Ketten tun sich in Mazedonien schwer

Die frittierten Hähnchenstücke von Kentucky Fried Chicken findet man aktuell (Stand Mai 2020) nur im Skopje City Mall, im Retail Park und nahe dem Hotel Continental (wo sich die mittlerweile abgerissen Messe befand) in der Hauptstadt. Sowie auch eine weitere Filiale unweit von Skopje in Tetovo. Macht insgesamt vier Restaurants (so auch auf der Homepage von KFC Makedonija). Laut Aussage von Kentucky Fried Chicken Makedonija will man insgesamt 15 Filialen im Land eröffnen.

Ähnlich beim bekannten Burger-Anbieter Burger King, der ebenfalls nur in (zwei) Malls und am Hauptplatz Makedonija neben der Alexanderstatue in Skopje und in Tetovo zu finden ist, als auch am Flughafen in Skopje.

Die Alexander Statue in Skopje – Das neue Wahrzeichen der Stadt

Die Filiale am Flughafen, besser gesagt im Flughafen Terminal, war im Jahr 2013 zugleich das erste Restaurant von Burger King in Mazedonien. Die Eröffnung erfolgte damals am 30. August. Betrachtet man vom Burger Anbieter die Fanseite auf Facebook, entdeckt man lediglich etwas über 800 Follower!

McDonald’s war seinerzeit die erste namhafte Fastfood Franchise die in Mazedonien eine Filiale oder Restaurant eröffnete, im Stadtteil Karpoš neben dem Vero Markt. Danach folgte eine weitere Filiale, auch mit Drive-In, im Stadtteil Aerodrom neben dem Einkaufszentrum TC Biser.

Am bekanntesten dürfte jedoch das McDonald’s Restaurant am s.g. Rekord in Skopje gewesen sein. An der Hauptstraße mit Blick hin zum Hauptplatz. Aber seit Anbeginn hatte die Franchise Probleme am mazedonischen Markt, mehrmals wechselte die Franchise den Besitzer ehe 2013 im Sommer die Lichter ausgingen.

Die erwähnten Filialen sind mittlerweile abgerissen, bzw am Rekord ist jetzt ein ortsansässiger Gastronom der Wirt.

Wer braucht schon Ami-Food bei all dem guten Mak-Food?!!!

Warum sich ausländische sowie zugleich renommierte Anbieter in Mazedonien schwer tun, ist eine ziemlich Interessante Frage – die wir nun hiermit versuchen aufzuklären.

Mit Sicherheit steht hier zuerst der wirtschaftliche Faktor im Vordergrund. Mazedonien ist ein kleines Land mit nur zwei Millionen Einwohnern (sagen wir, in etwa wie eine Großstadt in Europa/nehmen wir als Beispiel München), ob es für solche Unternehmen dann Lukrativ erscheint hier in Mazedonien zu investieren, mögen Wirtschaftsexperten beantworten.

Lesetipp: Amerikaner probieren Mazedonische Spezialitäten!

Wir sehen das ganze etwas Nüchterner, durch den Magen versteht sich, und da kann es nur ein Fazit geben: Wer braucht schon Ami-Food bei all dem guten Mak-Food? Kein Mensch ehrlich!!!

Falls Eure Stirn aber nun Denkfalten aufzeigt, kann es nur ein weiteres Fazit geben: Ihr habt noch nie Mak-Food, also mazedonisches Fast Food gegessen!!!

Mazedonien Grill Fastfood Cevapcici

Symbolbild: „Typisches Mazedonisches Fastfood Reastaurant“. Im mazedonischen Volksmund Kebapčilnica genannt. Rechts sieht man auf dem Grill die Tongefäße mit dem Bohnenauflauf Tavče Gravče!

Eine kleine Hommage an das mazedonische Fastfood

Das mazedonische Fastfood ist sooooo lecker, so viel sei schon mal verraten. Aber was Essen Mazedonier denn eigentlich so auf die Schnelle? Natürlich steht dort auch der Hamburger ganz oben auf der Liste, und bei diesem werden wir dann auch primär verbleiben.

Aber auf die schnelle gesagt, essen Mazedonier auf die schelle auch gerne vom Bäcker einen Burek oder eine Banica, und das nicht nur wie jemand vermuten mag als Frühstück. Nein der Burek ist ein 24 Stunden Allround Fastfood Gericht – und die meisten Bäcker haben 24 h geöffnet. Insbesondere Kneipengänger oder Diskobesucher lieben einen frischen Burek mit Trinkjoghurt zum „ausnüchtern“ vor dem Heimweg.

Üblicherweise verkauft der „Burek-Bäcker“ auch andere gebackene Köstlichkeiten, so wie eine Wiener/Frankfurter Wurst in einem Hörnchen eingebacken, oder Blätterteigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen (Schinken/Käse-, Feta-Käse- oder Pizza-Füllung zum Beispiel)…

Desweiteren gibt es den „ominösen“ mazedonischen Toast – ein größerer Brotfladen der üblicherweise mit Schinken und Käse gefüllt und dann unter Hitze gepresst wird. So gesehen, ein heißes Riesen-Rundes Sandwich. Dieser Toast ist insbesondere bei Schülern während der Pause sehr beliebt

Auf der Liste darf die Pizza nicht fehlen. Die Pizza mag jetzt nicht das authentische mazedonische Gericht sein. Aber, es gibt auch eigene „Arten“, wie die leckere Pastrmajlija. Oder mazedonische Pizza wir hier schon geschrieben haben. Und fast jeder Bäcker bietet sie im Sortiment an.

Trotz all dieser leckeren Gerichte, es gibt ein Gericht welches typisch für die mazedonische Fastfood Kultur ist. Die Pleskavica.

Das mazedonische Fastfood Highlight – Pleskavica

Das absolute beliebteste Gericht in der mazedonischen Fastfood Kultur ist und bleibt die Pleskavica.

Natürlich, in einem Brötchen in Form als Hamburger serviert. Allerdings unterscheidet sich der mazedonische Hamburger von den Hamburgern der bekannten Fastfood Ketten deutlich. In der Größe, im Preis, bei den frischen Zutaten sowie Beilagen und natürlich, der Geschmack!

Die Beilagen für einen mazedonischen Hamburger sind meist frische Zutaten, vom lokalen Markt. Oft kann man auch frei aus dem Angebot wählen. Die beliebtesten Beilagen sind natürlich Tomaten, Gurken, Zwiebel, etwas Blattsalat und frisches Kraut. Und natürlich Pommes! Jede Menge davon, allerdings mit einem markanten Unterschied zum deutschen Fastfood Markt.

Mazedonischer Hamburger

Weil das „Brötchen“ sowohl als auch die Bulette wesentlich größer sind, werden in Mazedonien die Pommes Frites üblicherweise in den Brothälften serviert. Auf den Salat drauf, mit jede Menge Ketchup und Mayo versteht sich. Wobei letzteres, Mayo, sollte man insbesondere in der hohen Sommerzeit vielleicht sogar ganz meiden.

Mittlerweile findet man in Mazedonien auch einige einheimische Burger und Fastfoodketten, die hauptsächlichen diesen mazedonischen Burger anbieten. Diese bieten natürlich weitere Varianten an, im Sommer ist auch statt eine Pleskavica, also Hackfleisch, oft ein Steak von der Hühnchenbrust gefragter.

Manche bieten auch eine lokale Art der Bulette an. Gefüllt mit Schafskäse oder Käse, oder-und Schinkenspeck Streifen. Ein paar solche Varianten haben wir Euch im folgenden Beitrag vorgestellt. Dort findet Ihr auch ein Rezept: Lecker gefüllte Mazedonische Pleskavica.

Populär in Mazedonien ist aber auch die „klassische Art“. Bei dieser klassischen Art kommt nichts weiter als die Pleskavica ins Brötchen, mit etwas (oder reichlich) Zwiebeln und das bekannte Paprikapulver Bukovec. Alternativ zur Pleskavica bieten mazedonische Restaurants als Fastfood Variante zum mitnehmen Ćevapčići an.

So bekommt man in einem Brötchen 7-10 Stück Hackfleischröllchen (auf mazedonisch Kebapi) der leckersten Art serviert, ganz so wie im Titelbild ganz oben. Und wer es noch mehr und absolut klassisch mazedonisch mag, der bekommt noch eine schöne geröstete Paprika oben drauf! Scharf versteht sich!

Oh dieses mazedonische Fastfood…