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Der Mazedonische Wein muss es sein!

Der Wein hat in Mazedonien eine lange, sehr lange – mehr als zweitausendjährige Tradition

Mazedonien ist voller kulinarischer Genüsse, viele die die schmackhafte Küche probierten wollen diese nicht mehr missen. Aber ein Exportschlager aus Mazedonien kann man auch ohne weiteres mit andere leckeren Gerichten aus der ganzen Welt kombinieren: Der Mazedonische Wein!

Der Genuss von Wein als auch der Anbau haben eine lange Tradition und Historie im Land. Von der Antike bis Heute. Ebenso wenn man über die antiken Mazedonier spricht, ist der Wein meist als ein wichtiges Merkmal ihrer Kultur beschrieben. Denn, im Gegensatz zu den Nachbarn südlich des Olymps in Griechenland, tranken die Mazedonen ihren Wein pur, unverdünnt!

Vranec – Der König der Mazedonischen Weine

Wie Ihr nun erfahren habt, gibt es viele Dinge auf die ein Mazedonier stolz ist. Die alte, reiche und turbulente Geschichte, die schöne Natur, das absolut leckere Essen, die gefühlvolle und auch taktvolle Musik. Aber auf eines sind die Mazedonier besonders Stolz. Auf den König der Mazedonischen Weine: der Rotwein Vranec.

In heimische Weinbaubüchern wird erklärt, dass der Vranec eine Rebsorte montenegrinischen Ursprungs mit einem enormen regionalen Produktionspotential ist. Diese einheimische Weinrebe aus dem Balkan ist in Montenegro, Serbien, ein wenig in Kroatien aber vor allem in Mazedonien in allen Weinregionen weit verbreitet.

Mazedonien ist in drei Weinregionen unterteilt: Pčinsko-Osogovski, Vardar-Tal und Pelagonisko-Pološki. Jede Weinregion hat eigene Unterregionen, die man Vinogorje nennt. Des weiteren hat jede Unterregion eigene Mikrostandorte.

Das Hauptanbaugebiet befindet sich entlang des Vardars, Mazedoniens „größter Strom“. Dieses Anbaugebiet nennt man „Povardarije“. Entlang des Vardar in süd-östlicher Richtung befinden sich unter anderem folgende Wein-Regionen (Vinogorja): Skopje, Veles, Tikveš und Gevgelija-Valandovo. Etwa 83 Prozent der gesamten Wein- und Traubenproduktion macht dieses Gebiet aus. Das größte und bekannteste Produktionsgebiet ist ohne Zweifel die Weinregion Tikveš.

Das Klima und die Bodenbedingungen sind für alle bekannten Rebsorten günstig, um hochwertige Rot-, Rosé- und Weißweine herzustellen. Mazedonien ist ein Ort, an dem sich das kontinentaleuropäische und das mediterrane Klima treffen. Hier können verschiedene sowie seltene Rebsorten und Weinsorten angebaut und hergestellt werden.

Das „Tikveš Vinogorje“ ist die Heimat des Vranec. Die Bewohner dort haben ihn immer als ihre eigene mazedonische Rebsorte gepriesen, als Symbol des mazedonischen Weinbaus und als Synonym für die rote Weinrebe.

„Der Schwarze Hengst“, der Vranec

Den Vranec, der auch als der „Der Schwarze Hengst“ bezeichnet wird, gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen. Der junge Vranec reift nur für kurze Zeit in Inox-Stahltanks und ist auf dem Markt die günstigere Variante.

Dann gibt es den Vranec, der in Eichenfässern oder mit Eichenimitat zwischen 6 bis 18 Monaten ausgebaut wird. Für diese Weine werden hauptsächlich Reben mit reduziertem Ertrag verwendet und können sehr gut über mehrere Jahre im Weinkeller gelagert werden. Diese Weine haben in der Regel einen vollmundigen Geschmack, sind perfekt ausgewogenen, mit ausgezeichneter Struktur und tiefgründigen, langanhaltenden Fruchtnoten.

Oft wird der Vranec auch mit anderen Weinsorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot zu einem hervorragendem Cuvée kombiniert.

Das Hauptmerkmal der Rebsorte „Vranec“ ist seine tiefe rubinrote Farbe mit violetten Tönen. Komplexe Aromen von reifen Früchten wie Waldbeeren, Kirschen, Pflaumen, Brombeeren in Kombination mit geröstetem Kaffee, Kakao und diversen Gewürzaromen machen den Vranec zu einer Besonderheit. Diese intensiven Aromen werden durch den Ausbau in Eichenfässern erlangt. Je nach Winzer werden verschiedene Eichenfässer genutzt, die auch zu unterschiedlichen Geschmacksnoten führen. Hauptsächlich werden die mazedonische-, die französische und die amerikanische Eiche verwendet.

Aus unserer Getränkekarte: Was Ihr in Mazedonien unbedingt Trinken müsst

Alle registrierten Weingüter in Mazedonien stellen Vranec-Weine her. Einige Premium-Flaschenweine, die jeder probieren sollte, stammen aus den folgenden Kellereien: Terroir Vranec Grand Reserva von Chateau Kamnik, Vranec Perfect Choise von Popova Kula Winery, Imperator von Bovin Winery, Vranec Veritas von Stobi Winery, Bela Voda von Tikveš Winery (eine Mischung aus Vranec und Plavac Mali), Markov Manastir von Skovin Winery und Dioniz Vranec von Dalvina Winery.

Der Mazedonische Wein hat eine lange Geschichte

Mazedonien hat eine reiche Weintradition. Aufgrund zahlreicher archäologischer Funde kann man getrost den Schluss daraus ziehen, dass die Weinproduktion in Mazedonien um das 13. Jahrhundert vor Christus begonnen hat.

Während der Zeit von König Philipp II. von Makedonien und seinem Sohn Alexander dem Großen waren die Mitglieder der makedonischen Königsfamilie und die Menschen im Allgemeinen zu dieser Zeit als starke Weinkonsumenten bekannt.

Diese Tradition setzte sich nach der Zerschlagung des makedonischen Reiches während der Römischen Besatzung fort, als Mazedonien eine der wichtigsten Regionen für den Weinanbau im Oströmischen Reich war.

Die Bedeutung des Weins wurde zum Zeitpunkt der Einführung und des Aufstiegs des Christentums in der Region Mazedonien fortgesetzt, weil der Wein Teil fast aller Zeremonien der orthodoxen Kirche war und eigentlich noch immer ist.

Die Geschichte bestätigt, dass der Wein während der Regierungszeit vom Zaren Samoil und anderen mittelalterlichen Königen sowie während der türkischen Herrschaft in Mazedonien wichtig war (obwohl die Tafeltraubenproduktion aufgrund religiöser Dogmen dominanter war).

Mazedonischer Wein

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es eine Reihe von Adelsfamilien, die Trauben und Wein produzierten. Zu dieser Zeit entschloss sich sogar der serbische König Alexandar Karadjordjevic, Weinberge anzupflanzen und ein Weingut in Demir Kapija nahe der heutigen griechischen Grenze zu errichten. Seine für damalige Zeit exklusive Villa Marija steht noch heute.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden während des Sozialismus in der Sozialistischen Republik Mazedonien 13 große Weingüter gegründet, von der Arbeiterklasse erbaut. Nur wenige von ihnen nahmen ihren Betrieb mit den verstaatlichten Fässern und Geräten verschiedener Familien auf. Auf der anderen Seite gab es mehr als 30.000 Familien, die kleine Weinberge besaßen. Sie waren die Lieferanten und verkauften die Trauben an die großen Weingüter wo man den Wein produzierte.

Ende des 20. Jahrhunderts nach der Trennung Mazedoniens von Jugoslawien begann der Privatisierungsprozess der alten Weingüter. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts investierten zahlreiche Investoren in kleine neue Weingüter im ganzen Land. Derzeit gibt es über 80 verschiedene Winzer.

Heutzutage stellt die Traubenproduktion einen wichtigen strategischen Zweig der Agrarindustrie in der Republik Mazedonien dar und macht zusammen mit der Weinproduktion etwa 17 bis 20 Prozent des landwirtschaftlichen Bruttoinlandsprodukts aus. Außerdem nimmt der Wein beim Export von alkoholischen Getränken den ersten Platz ein. Nach dem Tabak sogar den zweiten Platz beim Export von landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus Mazedonien.

Drei Weingüter die Ihr in der Weinregion Povardarie unbedingt besuchen müsst

Die Weinregion Povardarie ist ein bekanntes Touristenziel. Besucher können es einfach erreichen. Auch sind Touren zu den Weingütern für Verkostungen, elegante kulinarische Erlebnisse und Übernachtungen in verschiedenen Weingüterhotels leicht zu arrangieren.

Hier wird auch der Žilavka hergestellt. Ein bekannter Weißwein aus dem Balkan, der trocken und körperreich ist und am besten zu Vorspeisen, Meeresfrüchten, Pasta, Geflügelgerichten, Käse und Desserts passt.

Aus unserer Speisekarte: Was Ihr aus der Mazedonischen Küche unbedingt probieren müsst!

Exklusiv ist auch die Balkan-Traube Prokupec, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden ist. Er wird üblicherweise zum Mischen von Rosé, Syrah und Pinot Noir verwendet, kann aber auch alleine serviert werden. Er hat eine rubinrote Farbe und enthält Noten von Sauerkirschen. Er passt gut zu leichten Vorspeisen, Nudeln und Gemüse.

Nun aber die drei Top Weingüter die Ihr unbedingt bei einer Mazedonien Reise besuchen solltet:

Weingut Popova Kula

Das Weingut Popova Kula wird eigentlich kontinuierlich als eines der besten Weingüter in Mazedonien ausgezeichnet. Dieses hübsche Anwesen bietet Restaurants, Hotelunterkünfte, Besichtigungstouren, Kochkurse und Folklore-Shows. Aber was natürlich alle unbedingt wollen, ist die Weinprobe.

Popova Kula

Die Weinberge Popova Kula befinden sich an den Südhängen des Berges Veliko Brdo in der Unterregion Tikveš der Weinregion Povardarie. Hier werden über 20 Weine produziert: Vranec, Prokupec, Tamjanika, Merlot, Žilavka, Chardonnay, Stanušina und weitere.

Stanušina ist eine Traube, die ausschließlich in Mazedonien angebaut wird und von der bekannt ist, dass sie hochwertigen Wein mit einem Hauch von Erdbeeren, Himbeeren und anderen fruchtigen Noten hervorbringt. Popova Kula verkauft eine Rot- und Roséversion und ist der einzige Produzent von Stanušina auf der Welt.

Ein Besuch im Weingut Popova Kula zur Verkostung ist ein Muss für jeden Weinliebhaber.

Weingut Tikveš

Das größte und am meisten ausgezeichnete Weingut in Mazedonien, ist das Weingut Tikveš. Seit über 125 Jahren ist das Weingut Tikveš im Geschäft und produziert mehr als 24 Weinsorten. Die begehrtesten sind zum Beispiel der Traminec, T’ga za Jug (eine Art des Vranec), Chardonnay, Alexandria Cuvée und natürlich den berühmten Tikveš-Schnaps die ‚Lozova Rakija‘.

Tikves Wein

Tikveš stellt auch eine Reihe von Terroir-Weinen her (Terroir beeinflusst das Klima, die Böden und das Terrain einer bestimmten Region den Geschmack des Weins. Einige Regionen haben angeblich mehr Terroir als andere.) Dazu gehören die Marken Barovo und Bela Voda – beide davon werden durch Kombination verschiedener Sorten hergestellt.

Das Weingut Tikveš bietet Weintouren und Weinproben an (Reservierung mindestens zwei Tage im Voraus erforderlich). Die Weinkellerei ist montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Sie können auch im Tikveš Winery Restaurant was leckeres aus der traditionellen mazedonischen Küche speisen.

Weingut Stobi

Das Weingut Stobi ist ein weiteres Weingut in der Unterregion Tikveš der Weinregion Povardarie. Es hat seinen Namen von der nahe gelegenen antiken Stadt Stobi. Mehr als 600 Hektar Rebfläche, auf denen sowohl rote als auch weiße Rebsorten angebaut werden, umfasst das Weingut Stobi. Darunter Sorten wie Žilavka, Muscat Ottonel, Shiraz und Petit Verdot.

„Stobi Winery“ bietet vier Wein-Klassen an – Premium, Classic, Elite und Traditional – quasi für jeden Geschmack. Einige ihrer Weine sind Syrah (Premium), Stobi Cuvée (Classic), Rosé Allegro (Elite) und Makedonsko Belo (Traditional).

Stobi

Es wird dringend empfohlen, ein Mittagessen im Restaurant zu buchen, in dem Sie die vielen Weine von Stobi probieren und traditionelle Gerichte des Landes und Desserts genießen können.

Wir empfehlen die Stobi Wine & Dine Tour (120 Minuten), die eine Besichtigung des Weinguts mit einem erfahrenen Führer und eine Verkostung von Vorspeisen, Fleisch, Käse und Weinen als krönenden Abschluss umfasst.

QUELLE: Makedonien.mk – mit freundlicher Unterstützung von Sunny-Taste.de