Fünf Persönlichkeiten von den Ihr nicht wusstet das sie Mazedonischer Abstammung sind

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Mazedonien Fahne Flagge

Folgend stellen wir Euch Fünf Persönlichkeiten vor, von den Ihr mit Sicherheit nicht wusstet das sie Mazedonischer Abstammung sind…

Und, wie es immer so schön heißt: Ladies first!

1. Ziya Tong

Ziya Tong

Ziya Tong (geboren 1980) ist eine in Kanada geborene Fernsehpersönlichkeit und Produzentin als auch Buchautorin. Sie war früher Co-Moderatorin von Daily Planet, dem langjährigen Primetime-Wissenschaftsmagazin von Discovery Channel.

Ziya Tong wurde in London, England, geboren. Sie zog im Alter von 11 Jahren mit ihrer Familie von Hongkong nach Kanada. Ihr Vater stammt aus Hongkong, während ihre Mutter gebürtige Mazedonierin aus Skopje ist.

In einem Interview mit dem Monatsmagazin der mazedonischen Diaspora in Kanada, sagte Ziya Tong auf die Frage „Was sind einige der kulturellen Unterschiede, die Sie zwischen dem chinesischen und dem mazedonischen Background Ihrer Eltern bemerkt haben? Was sind die Gemeinsamkeiten?“:

„Die mazedonische Seite meiner Familie ist lebenslustig, ausgelassen und sehr verbunden. Wir verbringen unsere Zeit miteinander zu lachen und türkischen Kaffee zu trinken. Die chinesische Seite meiner Familie ist vielleicht in gewisser Weise formeller. Mein Großvater war der große Patriarch, sehr weise, und sprach oft in vollen Sprichwörtern, die ich liebte. Es war wie ein persönlicher Konfuzius. Beide Seiten meiner Familie sind ziemlich groß. Ich habe viele Cousins auf der ganzen Welt und wir bleiben alle in Kontakt.“

Zuletzt veröffentlichte Tong ihr Buch „The Reality Bubble“.

2. Steven Stamkos

Steven Stamkos Tampa Bay Lighning

Der Blonde Blitz wie er auch genannt wird ist einer der Top-Spieler der nordamerikanischen Eishockey Liga National Hockey League/NHL. Steven Stamkos gehört schon seit jungen Jahren zu den Topstars der Liga, zudem ist er auch Kapitän seiner Mannschaft Tampa Bay Lightning.

Stamkos Vater stammt aus dem Dorf Buf (neugriechisch: Arkitas), Ägäis Makedonien, im heutigen Nordgriechenland. Seine Mutter dagegen stammt ursprünglich aus Schottland.

Seit 2008 spielt der Center für die Tampa Bay Lightning in der NHL, die ihn im Entry Draft 2008 an erster Position wählten. Im Trikot der Lightning gewann er bisher zweimal die Maurice Richard Trophy als bester Torschütze der Liga und führt das Team zudem seit der Saison 2013/14 wie erwähnt als Kapitän an. Mit der kanadischen Nationalmannschaft gewann er die Goldmedaille beim World Cup of Hockey 2016. Die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen blieb ihm aber verwehrt:

Beim Spiel am 11. November 2013 gegen die Boston Bruins brach sich Stamkos das rechte Schienbein, fiel daraufhin mehrere Monate aus und verpasste somit die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Es war leider nicht die einzige schwere Verletzung: Im April 2016 wurde bei Stamkos ein Blutgerinnsel in der Nähe des rechten Schlüsselbeins diagnostiziert, was eine Operation nötig machte und ihn wieder Monatelang außer Gefecht setzte.

Steven ist in der mazedonischen Diaspora in Kanada aktiv und unterstützt mehrere Charities. Seine Schwester ist in Kanada auch eine Bekanntheit: als Aleesia macht Alicia Stamkos die Bühnen als Sängerin unsicher.

3. Georgi Malenkow

Georgi Maximilianowitsch Malenkow

Als der russische Diktator Josef Stalin am 5. März 1953 verstarb, trat Georgi Malenkow die Nachfolge an. Malenkow war ein Nachfahre mazedonischer Immigranten.

Georgi Maximilianowitsch Malenkow wurde am 26. Dezember 1901 in Orenburg im damaligen russischen Reich geboren. Seine Vorfahren väterlicherseits waren Mazedonier aus der Gegend von Ohrid. Sie sind während der osmanischen Besatzung Mazedoniens aus dem Vilayet Manastir geflüchtet. Der Familienname lautete Malenkov. Einige seiner Vorfahren dienten als Offiziere in der russischen Zaren-Armee. Als 18 jähriger wirkte Malenkow im russischen Bürgerkrieg mit, auf seiten der Roten Armee.

Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurde Malenkow zum Mitglied des Staatlichen Verteidigungskomitees von Stalin. So reiste er unter anderem im August 1942 nach Stalingrad, um die Verteidigung der Stadt zu inspizieren.

Zu seinem wichtigsten Aufgabenbereich im Zweiten Weltkrieg wurde allerdings die Überwachung des sowjetischen Kampfflugzeugbaus. Für die Errungenschaften auf diesem Gebiet bekam er 1943 unter anderem den prestigeträchtigen sowjetischen Orden „Held der sozialistischen Arbeit“ verliehen.

Ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Malenkow Vollmitglied des Sowjet Politbüros und Vize des Ministerpräsidenten Stalin. Dem gefiel er offenbar immer besser. Auf seinem letzten Parteitag 1952 ließ Stalin ihn die Hauptrede halten, damit war Malenkow de facto als Nachfolger benannt. Malenkow hielt auch die Totenrede für Stalin. Er starb am 14. Januar 1988

4. Mike Ilitch

Mike Ilitch

Michael „Mike“ Ilitch war ein erfolgreicher Unternehmer in den USA, zudem Besitzer mehrere Sportmannschaften.

Ilitchs Eltern stammten aus Mazedonien, welches damals noch Teil des Königreichs Jugoslawien war.

Aufgrund der dortigen politischen Unruhen unter serbischer Besatzung, die auch zur Namensänderung der Familie von Iliev in Ilitch führte, wanderten sie aber noch vor Mike Ilitchs Geburt in die Vereinigten Staaten aus.

Mike Ilitch war ein vielseitiger Sportler und hatte eine besondere Begabung für Baseball. Und ein Selbstbewusster noch dazu: Als sich das Baseballteam Detroit Tigers weigerte, ihm die doppelte Summe für einen Vertrag, den sie ihm angeboten hatten, zu zahlen, trat er nach Beendigung der Highschool dem United States Marine Corps für vier Jahre bei.

Daraufhin spielte er für ein Militärteam der Marines. Während dieser Zeit wurde er stark von den Erlebnissen geprägt, die er in einem Militärkrankenhaus durchlebte. Er wurde vor dem Koreakrieg nur deshalb verschont, weil er Baseball spielte und entging so dem Schicksal der Verwundeten, die er in diesem Krankenhaus sah.

Nach dem Ende des Dienstes in der Armee spielte er schlussendlich doch für die Detroit Tigers und arbeitete nebenbei in einem Nachtclub, in welchem er Pizzen buk. Nachdem er sich ein Bein gebrochen hatte, musste er seine Baseball und Sportler-Karriere beenden.

Aber Ilitch blieb bei den Pizzen: Die Geschäftsidee, Pizza als Fast Food-Produkt zu verkaufen, verwirklichte er 1959, als er zusammen mit seiner Frau in Detroit ein Pizza-Restaurant unter dem Namen Little Caesars eröffnete.

Mike Ilitch, NHL, Detroit Red Wings

Das Paar verkaufte dazu ihre Lebensversicherungen und lieh sich weiteres Geld hinzu. Das Geschäft lief so gut, dass bereits 1962 die erste Franchise vom „Kleinen Cäsar“ eröffnet wurde.

Little Caesars verbreitete sich über die ganze USA als auch das benachbarte Kanada und einige Jahre später wurden auch in Europa erste Filialen gegründet. Inzwischen hat die Fast-Food-Kette über tausend Filialen. 1993 wurde Mike Ilitchs Unternehmen als drittgrößte Pizzakette der Welt gelistet.

Neben den Pizzen blieb er aber auch dem Sport treu, so kaufte Ilitch sich mehrere amerikanische Sportteams: Die NHL Eishockey Mannschaft Detroit Red Wings, die Detroit Tigers aus der Baseball-Liga MLB, Detroit Drive in der weniger bekannten Arena Football League als auch den Fußballverein Detroit Rockers.

Mike Ilitch verstarb am 10. Februar 2017.

5. Kevin Kouzmanoff

Kevin Kouzmanoff MLB

Kevin Kouzmanoff (geboren am 25. Juli 1981 in Oakland, USA) ist ein ehemaliger Baseball-Profispieler (Third Baseman). Er spielte in der Major League Baseball (MLB) für die Cleveland Indians, die San Diego Padres, die Oakland Athletics, die Colorado Rockies und die Texas Rangers.

Kouzmanoff ist der dritte von nur vier Spielern in der Geschichte der MLB, der nach Bill Duggleby (1898) und Jeremy Hermida (2005) einen Grand Slam (Homerun Schlag) in seinem ersten Einsatz „at bat“ erzielte. 2010 folgte ihm Daniel Nava. Sowohl Kouzmanoff als auch Nava haben dieses Kunststück beim aller ersten Wurf vollbracht, der auf sie zukam.

Kouzmanoff wuchs in Newport Beach, Kalifornien, auf und zog kurz vor Beginn der High School nach Evergreen, Colorado, wo er an der Evergreen High School Baseball spielte.

Beim Major League Baseball-Draft von 2003 wählten die Cleveland Indians Kouzmanoff in der 6. Runde aus (168. Gesamt).

Interessanterweise ist sein Spitzname alles andere als Mazedonisch, so nennt man Kouzmanoff „The Crushin‘ Russian“.

Sein Großvater stammt aus Mazedonien der in die USA immigrierte und sich in Bensenville, Illinois, niederließ.

QUELLE: Makedonien.mk