Die Bedeutung des Mazedonisch Seins – The Importance of Being Macedonian

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Dissertation zum Thema „Namensfrage“ zwischen Griechenland und Mazedonien von Vera Lalchevska, Graduate Institute Of International And Development Studies, Genf.

Auf der offiziellen Website einer der renommiertesten europäischen Bildungsinstitutionen, dem Genfer Institut für Internationale und Entwicklungsstudien, ist kürzlich die Doktorarbeit von Vera Lalchevska, die sich mit der berühmten „Namensfrage“ befasst, veröffentlicht worden. Inspiriert von Oscar Wilde (The Importance of Being Earnest), trägt Ihr Dokument den Titel „Die Bedeutung des Mazedonisch Seins: Ursprung und Folgen der „Namensfrage“ zwischen Mazedonien und Griechenland“.

Die Dissertation von Lalchevska befasst sich mit dem Thema, was bedeutet die „Namensfrage“ für die Mazedonier. Gleichzeitig (zum Trotz der heimischen blinden Philosophen „Komm schon, was wird uns dann fehlen?“) vertritt sie die Ansicht, dass es kein technisches Problem um einen Titel des Staates ist, sondern ein Problem, das eine der grundlegendsten und fundamentalsten Menschenrechte betrifft: die Rechte der Mazedonier auf eine eigene ethnische und nationale Identität sowie das Recht auf eine eigene Sprache!

Sie sagt, dass die Arbeit das Ergebnis einer sorgfältigen Forschung reflektiert – auf historische, rechtliche, politische und Menschenrechtsforschungen und Feldarbeit: mehr als 70 Interviews mit Menschen aus Mazedonien und Griechenland in einem Zeitraum von 5 Jahren führte Lalchevska.

„Assimilationspolitik der griechischen Behörden hinsichtlich der mazedonischen Minderheit in Griechenland“

Folgend zwei Zitate aus dem Interview auf der Homepage des Genfer Instituts für Internationale und Entwicklungsstudien, als die Dissertation vorgestellt wurde:

Meine erste Schlussfolgerung aus der Forschung ist, dass die „Namensfrage“ bei weitem nicht nur ein prozedurales Missverständnis zwischen den beiden Ländern über den Verfassungsnamen der Republik Mazedonien darstellt. Es ist vielmehr das Ergebnis einer jahrhundertealten und laufenden Assimilationspolitik der griechischen Behörden hinsichtlich der mazedonischen Minderheit in Griechenland und die gleiche Politik ist in die Außenpolitik von Griechenland in Richtung Mazedonien übergegangen.

Diese beiden Politiken (intern und extern) haben ein und dasselbe Ziel: die Existenz einer separaten ethnischen und nationalen mazedonischen Identität und Sprache zu eliminieren. Mit anderen Worten, die „Namensfrage“ ist nichts als eine Nebelwand für den technischen Ethnozid von Griechenland orchestriert und mit Unterstützung der Vereinten Nationen, die EU und der internationalen Gemeinschaft. Meine zweite wichtige Schlussfolgerung aus der Forschung ist, dass die „Namensfrage“ ein ernsthaftes individuelles und kollektives Trauma unter den Mazedoniern verursacht hat, sowohl diejenigen die im Land leben und jene Mazedonier die im Ausland leben.

Die Absurdität der Situation wird multipliziert, wenn man erkennt, dass jene die Verlangen das die Mazedonier ihren Namen, ihre Identität und ihre Sprache aufgeben sollen, keine Diktatoren sind sondern Diplomaten und Politiker, die diejenigen vertreten, die die Menschenrechte schützen müssen.

Das Interview könnt Ihr HIER lesen.

Die ganze Dissertation als PDF Dokument (englisch) findet Ihr HIER.

ENGLISH translation HERE